Fischkunde

Mein Hobby

Unsere heimischen Fische

Aal

 

Für den Aal gibt es vielerlei Bezeichnungen wie z.B.: Flussaal, Gelbaal, Silberaal, Blankaal, Steigaal, Glasaal.

 

Der Aal hat ein wenig Ähnlichkeit mit einer Schlange. Er hat einen Langgestreckten, schlanggenähnlichen Körper. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse bilden einen langen, einheitlichen Flossensaum um den Körper herum. Ein Aal hat zwei kleine Brustflossen aber keine Bauchflosse. Die Haut des Aals ist sehr dick und schleimig. Er hat kleine Augen und meist eine bräunlich / olive Färbung wobei die Körperunterseite weiß ist. Die Schuppen des Aals sind sehr klein und tief eingebettet.

Aale sind in Europa und Nordafrika dort verbreitet, wo eine Verbindung zum Atlantik besteht. Auch in der Ost- und Nordsee können also Aale gefangen werden gefangen. In den kälteren Regionen wie Skandinavien und Russland gibt es allerdings keine Vorkommen. Bei schlammigen und weichem Grund fühlt sich der Aal wohl. Bevorzugen tut er Flüsse, Bäche und Seen, in denen er sich gerne eingräbt. In der Dämmerung werden Aale aktiv und gehen auf Nahrungssuche. Darum fängt man Aale auch größtenteils Nachts. In Flüssen suchen die Aale sauerstoffreiche Bereiche. Ab Oktober versteckt er sich dann und hält, man kann fast sagen Winterruhe, bis zum Frühjahr. Aale, die in Flussmündungen und im Brackwasser leben, ernähren sich von kleineren Tieren, wie Flusskrebsen, Würmern, Krabben, Insektenlarven usw. Normalerweise sind diese kleiner und spitzköpfiger und werden deshalb auch Spitzkopfaale genannt. Die größeren Aale ernähren sich von größeren Tieren (Flusskrebse, Frösche, Kaulquappen, kleine Fische, Mäuse usw. Sie wachsen ziemlich schnell und sind sehr breitköpfig. Deshalb nennt man Sie auch Breitkopf- oder Raubaale bezeichnet. Männliche Aale werden bis zu 50 cm lang und ca. 0,2 kg schwer. Weibliche Aale hingegenkönnen bis zu 1,5 m lang und teilweise über 6 kg schwer werden. Meist erreichen Aale ein Alter von 10 bis 15 Jahren. Sie können aber in geschlossenen Gewässern über 50 Jahre Alt werden. Der Aal als katadromer Wanderfisch verbringt den größten Teil seiner Jugendzeit im Süßwasser und wandert vermutlich zur Fortpflanzung in die Saragossasee im Atlantik. Dort erfolgt dann die Paarung. Dies ist aber nur eine Vermutung und wurde noch nie 100 prozentig bewiesen und beobachtet. Junge Aale erreichen nach einer langen Reise durch den Atlantik als so genannte Glasaale die europäischen Küsten. Während der Wachstumsphase werden die Aale als "Gelbaale" bezeichnet. Denn zu dieser Zeit ist der Bauch des Aals gelblich gefärbt.

Nach vier bis zehn Jahren im Süßwasser verwandeln sich die Gelbaale in sogenannte Blank- oder Silberaale. Dabei vergrößern sich die Augen, der Kopf wird spitzer, die Haut auf dem Rücken dunkler, der Bauch silberglänzend. Sie nehmen dann immer weniger Nahrung auf wodurch der Körper fester und muskulöser wird. Sie bereiten sich ein Leben lang auf Ihre Rückkehr in die Saragassasee vor. Leider ist es heute so, dass viele Aale bzw. Glasaale, auf ihrem Weg ins Süßwasser, schon an den Küsten Frankreichs abgefangen werden und schon dort verwertet werden. Sie haben keine Chance zu wachsen. Dies ist auch der Grund warum die Aalbestände in den letzten Jahren so zurück gegangen sind und der Aal mittlerweile zu den gefährdeten Fischen zählt. Für die Angler heißt wird es wahrscheinlich in Zukunft jeden Monat ein 14 tägiges Aalfangverbot geben. Dies war jedenfalls im Gespräch.

Gute Angelmethoden auf Aal sind das:

- Posenangeln

- Grundangeln

Empfehlenswerte Köder sind kleine Köderfische und Würmer (Tauwürmer oder Wattwürmer an der See). Aber auch mit Leber soll man einen Aal gut überlisten können. Man sollte den Köder regelmäßig wechseln, da Aalnasen sehr empfindlich sind und Sie dann den Köder einfach ignorieren. Köderfische sollte man immer so anködern, dass der Haken am Schwanz sitzt da Aale ihre Beute mit dem Schwanz voran schlucken. Von September bis November kann man es auch mal am Tage auf Aal versuchen, da die Aale in dieser Zeit schon früher auf Nahrungssuche gehen.

Unser starker Partner

AngelPlatz.de

Bachforelle

 

 

Die Bachforelle ist auch unter den Namen: Flussforelle, Bergforelle oder Steinforelle bekannt. Sie hat einen lang gestreckten und torpedoförmigen Körper und die für Salmoniden typische Fettflosse. Der Rücken ist dunkel und die Flanken silber bis goldig mit roten Punkten. Der Bauch der Bachforelle ist weißlich bis gelblich. Auf dem Rücken hat Sie eine dunkle Punktierung. Des Weiteren hat die Bachforelle ein tiefgespaltenes und bezahntes Maul. Der Oberkiefer reicht bis hinter die Augen und die Schuppen sind sehr klein. Bachforellen kommen in Flüssen in ganz Europa vor. In Neuseeland, Australien, Indien, Nord- und Südamerika und Australien wurde die Steinforelle eingeführt. Die Bachforelle stammt aus kalten und sauerstoffreichen Gebirgsbächen in bis zu 2550 m Höhe. Sie ist der Leitfisch der nach ihr benannten Forellenregion. Auch in Talsperren und Seen, besonders in den Alpen, kommt sie vor. Die Bachforelle liebt Gumpen, überhängende und unterspülte Ufer oder in das Wasser hängende Bäume sowie kiesigen, steinigen und sandigen Boden in kaltem, sauerstoffreichen Wasser. Die Bachforelle ist sehr scheu und ein standortreuer Fisch. Sie ernährt sich von Insektenlarven, Schnecken, Kleinkrebsen und Insekten, die Sie mit Ihrem Pflugscharbein aus der Luft schnappt. Größere Bachforellen ernähren sich auch von kleinen Fischen. Darum haben wir Sie auf dieser Seite den Raubfischen zugeordnet. Bachforellen erreichen eine Größe von 20 bis 30 cm. Sie können aber unter günstigen Bedingungen bis zu 80 cm groß und an die 10 kg schwer werden. Steinforellen erreichen ungefähr ein Alter von 5 bis 10 Jahren.

Von Dezember bis März, zieht die Bachforelle zum laichen flussaufwärts in die flache Nebengewässer mit schnell fließenden Wasser. Die Rogner schlagen eine 15-30 cm tiefe Laichgruben in den Kies, in die sie zwischen 300 und 2.000 gebliche Eier legen. Die Milchner besamen diese und bedecken sie durch Schläge mit der Schwanzflosse wieder mit Kies. Nach einigen Wochen schlüpfen die jungen Fische. Mit 3 bis 4 Jahren wird eine Bachforelle dann geschlechtsreif.

Bachforellen fängt man normalerweise mit der Fliegenrute oder Spinnrute. Gute Bachforellenköder sind Trockenfliegen, kleine Köderfische, kleine Spinner, Wobbler oder Blinker. Von April - Mai steht die Bachforelle im tieferen Wasser. Je wärmer das Wasser wird, desto näher steigen die Bachforellen an die Oberfläche. Am besten zu fangen sind sie an sauerstoffreichen Stellen z.B. hinter einem Wehr. Im Strömungsschatten großer Steine findet man teilweise große Exemplare. Die beste Fangzeit für Bachforellen ist von Mai - September

Barbe

 

 

Andere Namen der Barbe sind Pigge oder Barbel. Die Barbe hat einen langgestreckten, niedrigen und muskulösen Körper. Der Bauch ist leicht abgeflacht. Sie hat einen grün / grauen Rücken und grünlich goldene Flanken. Das Maul ist unterständig mit 4 hellen Barteln am oberen Kieferrand. Die Rückenflosse der Barbe ist ziemlich klein, hat 11 Strahlen und die Schuppen sind sehr weich. Die Bauchflossen sind rötlich und die Schwanzflosse ist stark gegabelt. Die Augen stehen ziemlich weit hinter dem Maulwinkel. Die Barbe kommt in ganz Europa vor, ausgenommen Südeuropa. In Irland und Skandinavien, Dänemark und Schottland gibt es ebenfalls keine Barbenvorkommen. Die Barbe liebt Gewässer mit starker Strömung (rheophiler Fisch). Sie ist ein Grundfisch und lebt gesellig in Schwärmen. In größeren, klaren Fließgewässern mit stärkerer Strömung und sandig-kiesigem Bodensubstrat kommt Sie deshalb hauptsächlich vor. Die Barbe ernährt sich von verschiedenen Bodenorganismen wie z.B. Würmer, Sprock und kleine Krebse. Seltener ernährt Sie sich von pflanzlichen Stoffen wie Algen. Aber auch als Laichräuber ist Sie teilweise bekannt. Im Durchschnitt liegt die Barbe zwischen 30 und 50 cm. Aber auch 90 cm große und um die 8 kg schweren Barben sind durchaus möglich. Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Barbe liegt zwischen 10 und 15 Jahren. Zur Laichzeit von Mai bis Juli ziehen die Barben in größeren Schwärmen flussaufwärts. Dort suchen Sie Ihre in der Äschenregion gelgenen Laichgebiete auf. Die Eier welche giftig sind und meist ca. 3.000 bis 9.000 je Weibchen betragen, legen Sie in von den Weibchen geschlagene Laichgruben ab. Dort bleiben Sie zwischen den Lücken des Laichsubstrates liegen. Nach der Vermehrung wandern die Barbeneltern in Ihre Lebensregion zurück. Eine Barbe wird mit ca. 5 Jahren geschlechtsreif.

Angeln auf Barbe / Barbenangeln

Die besten Angelmethoden auf Alande sind das Posen- und das Grundfischen.

Gut geeignet als Köder sind Maden, Hanf, Weizenkörner, Mais, Käse oder Frühstücksfleisch.

Am allerbesten ist man dran, wenn man zwischen September und November auf Piggen geht. Die Barbenschwärme halten sich tagsüber (bis zu einigen hundert Tieren) hinter Wehren, Brückenpfeilern sowie in tiefen Kolken auf. Sie bereite sich dort vor um bei Einbruch der Dunkelheit den Grund des Flusses nach Nahrung abzugrasen (Bodentiere, Pflanzen, Kleinfische). Die Barben drehen mit Ihrem Maul Steine um. Die 4 Barteln dienen dabei als sensible Tastorgane. Während dieses Prozesses kommt die Barbe auch mal in Ufernähe. Im Winter sind die Barben nicht ganz so aktiv und legen auch eine gewisse Zeit der Winterruhe ein.

Wie schon erwähnt ist der Käse der absolute Insidertip, wenn man auf Piggen gehen möchte. Also versuchen Sie es einmal mit Käse an einer Grundmontage bei Einbruch der Dämmerung, dann dürfte dem Barbenfang nichts mehr im Wege stehen. Aber wählen Sie das Gerät nicht zu schwach, denn dadurch das die Barbe ein Strömungsfisch ist und einen sehr muskulösen Körper hat wird Sie sich während des Drills ordentlich wehren.

Barsch

 

Der Barsch auch Krätzer, Flussbarsch, Kaulbarsch oder Egli genannt, hat eine gedrungene und ab einem bestimmte Alter breite Körperform und eine olive Färbung. Auf den Flanken hat er mehrere vertikale Streifen. Ausserdem hat er zwei Rückenflossen, wovon die vordere mit Stachelstrahlen ist. Die Bauchflossen des Barsch sind brustständig. Alle Flossen bis auf die Rückenflossen sind rötlich bis orange. Der Barsch hat einen kleinen Dorn am Ende der Kiemendeckel und feste und kleine Schuppen. Sein Maul ist groß und endständig und mit kleinen Zähnen. Der Fisch kommt in fast allen Binnengewässern Europas und im Brackwasser der Ostsee vor. Ausnahmen sind Schottland, Nordnorwegen und die westliche Balkanhalbinsel. Der Barsch ist ein sehr farbenprächtiger Süßwasserfisch und ist sehr verbreitet. Er ist ein anpassungsfähiger (euryöker) Standfisch. Der Barsch lebt vor allem in stehenden und langsam fließenden Gewässern mit hartem Grund. Das heißt, man findet sie in stehenden Gewässern ebenso, wie in läufen von Bächen, in Flüssen sowie in Teichen und Stauseen. Also ein Fisch, der fast überall zu finden ist. Flussbarsche sind bis zu einem bestimmten Alter Schwarmfische. Danach leben Sie als Einzelgänger. Die Hauptnahrung besteht aus jungen Barschen welche meist in Ufernähe leben und sich dort von kleineren Würmern, Insekten etc. ernähren. Aber auch Fischlaich und -brut stehen auf dem Speiseplan. Der Barsch wird deshalb auch als Laichräuber bezeichnet. Die größeren Krätzer halten sich vorzugsweise in der Freiwasserzone auf und fressen Fische sowie ab und zu Krebse. Und wie schon gesagt, auch der eigene Fischnachwuchs wird verspeist. So lange Sie noch als Schwarmfisch leben, bilden Sie zur Jagd oft richtige Jagdtrupps. Sie treiben Fische zusammen und erbeuten diese dann gemeinsam. Die Durchschnittsgröße von Krätzern liegt bei 15 bis 30 cm. Er kann aber wiederrum auch Größen von bis zu 60 cm erreichen und über 3 kg schwer werden. Bei ca. 12 Jahren liegt die Lebenserwartung wenn er nicht schon als Jungfisch verspeist oder später geangelt wird. Gelaicht wird meist in der Zeit von März bis Mai. Wobei das Wasser aber mindestens 10°C warm sein muss. In der Laichzeit versammeln sich die Barsche zu Schwärmen. Dann wandern Sie teilweise ein wenig flussaufwärts, um dort an flachen Uferstellen abzulaichen. Die ca. 1,5 - 2,5 mm großen Eier etwa 3.000 - 300.000 je Weibchen werden in Form von bis zu 1 m langen Gallertbändern an Wasserpflanzen, Steinen oder Ästen abgelegt. Nach ca. einer Woche schlüpft dann schon die junge Fischbrut. Nach ca. 2 Jahren erreicht ein Barsch die Geschlechtsreife. Wenn die Fische eine optimale Umgebung haben, sprich viel Nahrung und einen optimalen Wasserwert, vermehren sich die Barsche unheimlich schnell. Auch mit ein Grund warum dieser Fisch so verbreitet ist und so häufig vorkommt.

Um diesen Fisch zu verführen eignen sich das Spinnfischen und das Posenangeln optimal. Aber auch mit einem Tauwurm auf Grund hat man schon Barsche überlistet. Als Köder sollte man Kunstköder wie kleine Wobbler, Spinner oder Blinker wählen. Am besten eignen sich wohl Kunstköder im Barschdesign weil man damit auch schnell mal einen Hecht an die Angel bekommen kann, was natürlich ein netter Nebenfang wäre. Aber auch kleine Köderfische am System sollen sehr gute Erfolge bringen. Weitere geeignete Köder für diesen Fisch sind Würmer, Maden oder Larven. Seit einiger Zeit hat sich das Drop Shot Angeln zu einer Geheimwaffe beim Angeln auf den Egli herausgestellt. Dieser Fisch lässt sich ganzjährig angeln wobei der Herbst die am besten geegnete Zeit ist.

Brassen

 

 

Der Brassen ist ein karpfenartiger Fisch. Er ist unter anderem auch unter den Namen Brachsen und Blei bekannt. Der Brassen ist sehr hochrückig und schmal und wird deswegen auch teilweise als "Klodeckel" bezeichnet. Er hat einen ziemlich kleinen Kopf und ein unterständiges vorstülpbares Rüsselmaul. Die Brustflossen gehen bis zum Ansatz der Bauchflossen und die Afterflosse ist extrem langgezogen. Die Augen sind passend zum sehr kleinen Kopf ebenfalls klein. Jungtiere haben am Anfang noch eine eher silberfarbende Färbung wobei die älteren Brassen dann die bekannte hellgraue Flanke und den bronze / oliv farbenden Rücken haben. Die Flossen der Brasse sind ziemlich dunkel meist schon fast schwarz. Der Brassen ist vom Kaspischen Meer und Ural bis Westfrankreich, Irland und Skandinavien verbreitet. Bis auf ein paar kleine Gebiete ist er überall dort vertreten (Nordschottland, Nordskandinavien, West- und Südbalkan). Der Brassen ist ein Standfisch welcher sich gern in großen, stehenden und langsam fließenden Gewässern mit weichgründigem und schlammigem Boden aufhält. Diese Region nennt sich die Brassenregion. Die Jungfische gehen vorwiegend in Ufernähe auf Nahrungssuche. Meist halten sich die älteren Brassen tagsüber schwarmweise in größeren Tiefen auf und kommen erst nachts in flache Wasserbereiche. Der Brassen ernährt sich von diversen Bodentieren (Tubifex, Chironomiden, Schnecken und Muscheln) und pflanzlichen Stoffen. Die Nahrungsaufnahme erfolgt beim Brassen kopfüber am Grund. Im Durchschnitt werden Brassen um die 30 cm. Es sind aber auch Längen bis 85 cm und Gewichte bis 8 kg möglich. Dies sind dann aber schon "Kapitale". Die Lebenserwartung bei Brassen liegt bei ca. 15 - 20 Jahren. Seine Laichzeit hat der Brachsen zwischen Mai und Juli. Sobald die Wassertemperatur ca. 15° erreicht hat. Die Geschlechtsreifheit erreicht der Brassen mit 5 bis 8 Jahren. Die Fische ziehen in Schwärmen zu flachen, pflanzenreichen Uferstellen. Während des Paarungsrituals der Brachsen werden 175.000 - 300.000 klebrige Eier Pflanzenstängeln oder auf Steinen abgelegt. In ca. 5-10 Tagen haben sich die Eier entwickelt. Während der Laichzeit haben die Brachsen einen ziemlich grobkörnigen Laichausschlag, welcher sich auch fühlen lässt.

Erfolgreiche Angelmethoden auf den Blei sind:

- das Posenangeln mit Stift- oder Laufposen

- Grundangeln mit schweren Blei und Futterkorb

- Stippen mit dünner und kleiner Pose

Gut geeignete Köder für das Angeln auf den Blei sind natürlich Maden, Würmer, Brot, Larven und Mais. Ein bekannter und oft benutzter Köder ist ein Mistwurmbündel. Den Brassen fängt man immer am Grund. Von daher muss die Pose dann auch auf die zum Gewässer passende Tiefe eingestellt werden, um erfolgreich zu fangen. Die beste Fangzeit für Brassen sind die Zeiträume von April bis Juni und von September bis November. Wenn man mal auf kapitale Brassen gehen möchte, sollte man es Nachts mal versucht haben.

Döbel

 

Der Döbel ist auch unter dem Namen Aitel bekannt und hat einen spindelförmigen Körper. Döbel gehören zu den Karpfenartigen Fischen. Er sieht der Hasel ziemlich ähnlich. Die beiden unterscheiden sich aber in Größe und durch die Flossen. Beim Döbel sind die Rücken- und Afterflossen nach außen gerundet (konvex), während sie beim Hasel nach innen gerundet sind (konkav). Der Kopf des Döbels ist auffallend dick und geht in einen massigen Rumpf über. Der Döbel hat ein ziemlich großes und endständiges Maul. Der Rücken ist braun und die Flanken grünlich-silber. Während der Bauch grau / gelb ist. Brust, Bauch- und Afterflossen sind blassrot bis orangegelb. Die Rücken- und Schwanzflosse des Döbels sind dunkelgrün. Die Aitel hat abgerundete Brustflossen und große, harte Schuppen, welche dunkel umrandet sind (netzartige Zeichnung). Zu finden ist die Aitel in ganz Europa außer in Dänemark, Nordschottland, Irland, Nordschweden und Nordnorwegen gibt es den Döbel nicht. In Deutschland ist er vor allen in den Gewässern in Süd- und Westdeutschland zu finden. Der Döbel ist eine anpassungsfähige Fischart. Vorzugsweise lebt der Döbel in Fließgewässern, von der Unteren Forellenregion bis zur Brassenregion. Er kann auch in Seen vorkommen und besiedelt im Ostseeraum auch den Brackwasserbereich. Auch dort wo die Wasserqualität zu wünschen übrig lässt, kann der Döbel vorkommen. Im jungen Alter ist der Döbel ein geselliger Oberflächenfisch. Er ernährt sich vorwiegend von Würmern, Kleinkrebsen, Insektenlarven, Weichtieren und von Pflanzenkost. Größere Döbel werden zu Einzelgängern, die sich räuberisch ernähren. Zu Ihrer Beute gehören dann z.B. Fischlaich, kleine Fische, Frösche und Krebse. Die Durchschnittsgröße von Aiteln liegt zwischen 30 cm und 40 cm. Aber auch Längen bis 70 cm und ein Gewicht von über 5 kg sind möglich. Der Döbel ist ein Fisch der mit bis zu 20 Jahren ziemlich alt werden kann. Von April bis Juni ist die Laichzeit der Döbel. Die Rogner legen den Laich über flachem Kiesgrund in fließendem Wasser ab. Jedes Weibchen legt 20.000 bis 100.000 Eier an Wasserpflanzen oder Steinen ab. Nach 8 bis 10 Tagen schlüpft dann die Fischbrut. Junge Döbel leben in Schwärmen und ernähren sich von Plankton. Der Döbel sucht im flachen Wasser die Nähe von Unterständen z.B. unter Bäumen am Wasser.

Gute Fangzeiten für den Döbel sind vom Frühjahr bis Herbst. Jetzt sollte man es mit der Posenangel versuchen. Im Sommer kann man ruhig auch mal eine Fliege anbieten um den Döbel zu jagen. Im Winter geht man am Besten mit der Grundangel an die Sache heran. Gut geeignete Köder auf Döbel sind Kirschen, WEintrauben, Käse, Brotstückchen aber auch auf fleischige Genüsse wie z.B. Frühstücksfleisch, Würmer oder Leber steht der Döbel. Der absolut beste Tip ist aber eine Kirsche nahe eines ins Wasser reichenden Kirschbaumes anzubieten. Da kann der Döbel nur schwach werden und sich diesen Leckerbissen greifen.

Hecht

 

Wer kennt ihn nicht, den Räuber der Fischwelt. Wir sprechen vom Hecht, der auch unter dem Namen Esox bekannt ist. Unter den Raubfischjägern ist er wohl der beliebteste Fisch. Er hat einen torpdoförmigen Körper mit einem relativ langen Kopf. Das Maul ist entenschnabelähnlich und oberständig. Er hat eine große Rückenfläche und eine weit nach hinten versetzte Rücken- und Afterflosse. Der Hecht hat meist eine gelbgrüne bis olivgrüne Färbung und einen weisslichen Bauch. Auf dem Körper findet man meist helle Streifen und die Färbung wirkt ein wenig marmoriert. Das Maul des Hechtes ist sehr groß und mit in mehreren Reihen angeordneten spitzen und sehr scharfen Zähnen. Beim Angeln ist immer vorsicht geboten. Denn wenn der Hecht sich einmal die Hand geschnappt hat ist Sie nicht mehr so leicht hinaus zu bekommen, da die Zähne leicht nach hinten stehen.

Der Hecht kommt in vielen Gebieten vor. Nordasien, Europa sind aber die Hauptverbreitungsgebiete. In Nordamerika gibt es einen verwandten des Esox, den Muskie. In Europa existiert aber nur der Esox. Der Hecht kommt in allen Gewässern Mitteleuropas vor, die dem Raubfisch genügend Lebensmöglichkeiten bieten. Bei ausreichendem Nahrungsangebot ist er ein standorttreuer Fisch. Er lässt keinen anderen Artgenossen in sein Revier eindringen. Wenn das Nahrungsangebot gering ist, wandert er im Gewässer umher. Der Hecht bevorzugt die vegetationsreichen Uferzonen stehender oder langsam fließender Gewässer. Hier lauert er zwischen Wasserpflanzen, unter Uferböschungen, Bäumen oder Ästen auf Beute. Diese packt er sich meistens quer und dreht sie dann in seinem Maul in die richtige Stellung. Hechte gibt es auch in schwach salzigem Bodden an der Ostseeküste. Der Esox ernährt sich in seiner Jugend von tierischem Plankton und Fischbrut. Später dann von Fischen aller Art, Fröschen, Vögeln und sogar von kleinen Säugetieren. Auch Kannibalismus ist unter Hechten kein unbekanntes Wort. Denn es wird auch ab und zu mal ein gleichgesinnter verspeist. Durchschnittlich liegen Hechte bei 50 cm bis 100 cm Länge. Aber auch Längen bis 150 cm bei Weibchen und 100 cm bei Männchen sind möglich. Diese wiegen dann auch schonmal um die 25 kg. Normalerweise werden Hechte nie älter als 15 Jahre. Aber es wurde wiederrum schon von bis zu 30 Jahre alten Esoxen erzählt.

Hechte pflanzen sich im Frühjahr (Februar - Mai) bei Wassertemperaturen unter 8° fort. Sie heften ihre Eier an Wasserpflanzen. Ca. 40.000 pro kg Körpergewicht. Nach 10 - 20 Tagen schlüpfen die Larven und bleiben die ersten Tage an den Pflanzenstängeln haften. Die jungen Fische ernähren sich überwiegend von Kleinkrebsen. Nach 4 - 5 Wochen und einer Länge von ca. 5 cm, erfolgt die Umstellung auf Fisch als Hauptnahrung und der Beginn des Kannibalismus. Geschlechtsreif wird der Hecht nach 1 bis 2 Jahren.

Geeignete Angelmethoden auf Hecht sind das:

- Spinn- und Schleppangeln

- Posenangeln mit Hechtposen

Gute Köder sind große Wobbler, Spinner, Blinker, Gummifische und Köderfische am System. In den Boddengewässern kann man es auch mal mit leichten Pilkern versuchen. Die beste Fangzeit für Hechte ist der Herbst. Ködertechnisch orientiert man sich am besten am aktuellen Nahrungsangebot der Hechte. Im Frühjahr laichen die Weißfische. Logischerweise sollte man sich zu dieser Zeit Plätze mit Weißfischvorkommen suchen und schöne frische Köderfische am System anbieten. Im Juli und August jagen die Hechte in der Morgen und Abenddämmerung an die Oberfläche. Zu dieser Zeit sollte man es mit Oberflächenködern wie Jerkbaits oder Schwimmwobblern versuchen. Im Herbst fressen die Hechte den ganzen Tag. Nun ist es Zeit für Naturköder, Fischfetzen und Würmer am Grund. Im Winter fangen große Köderfische im natürlichem Hecht- oder Barschdesign am besten. Im Winter sollte man aufgrunddessen das die Hechte jetzt tief stehen und faul geworden sind, den Köder tief und lagnsam führen. Ein Geheimtipp sind Seefische wie z.B. Hering, Makrele, Stint etc. Ob als Fischfetzen oder kompletter Köderfisch am System, dieser Köder zieht fast immer.

Karpfen

 

Der Karpfen ist wohl einer der bekanntesten heimischen Fische. Denn wer kennt Ihn nicht das ironisch genannte Wasserschwein. Es gibt auch viele verschiedene Namen für diesen Fisch und vor allem viele verschiedenen Zuchtformen. Einige der bekannten Namen und Formen sind: Wildkarpfen, Moorkarpfen, Springkarpfen, Flußkarpfen, Lederkarpfen, Nacktkarpfen, Zeilenkarpfen, Spiegelkarpfen, und Schuppenkarpfen. Karpfen sind hochrückige Fische mit einer gedrungenen und fülligen Körperform. Die Rückenflosse ist ziemlich lang und er hat ein endständiges, unbezahntes, vorstülpbares Rüsselmaul. Weitere Merkmale sind die 4 Barteln, welche sich auf der Oberlippe und in den Mundwinkeln verteilen. Die Wildform, der Schuppenkarpfen, war ursprünglich nur in den Flussystemen des Schwarzen und Kaspischen Meeres beheimatet. Schon im Altertum wurde dieser Fisch sehr beliebt und wurde von den damals lebenden Menschen stark verbreitet. Heute findet man ihn in ganz Europa, mit Ausnahme von Skandinavien. Er bevorzugt warme, stehende oder langsam fließende Gewässer mit Pflanzenwuchs und weichem Bodengrund (wie z.B. Weiher oder Flußbuchten). Der Karpfen ist ein sehr unempfindlicher Fisch und kann fast überall überleben. Tagsüber hält er sich meist in tieferen Gewässerbereichenund zurückgezogen in Wasserpflanzenbereichen auf. Erst zu den Abendstunden wird er richtig aktiv. Sie leben im Schwarm und überwintern an tiefen Stellen nehmen in dieser Zeit keine Nahrung auf. Sie ernähren sich vorwiegend von Bodentieren wie Würmer, Schnecken, Muscheln, Kleinkrebse, Insektenlarven usw. Diese nehmen Sie durch das Vorstülpen des Maules auf. Sie durchforsten den Boden bis zu 10 cm tief. Mittlere Exemplare haben eine Größe von 40 bis 50 cm mit 2 bis 3 kg Gewicht. Es gibt aber auch die Kapitalen Extrembeispiele mit Längen von bis zu 120 cm und Gewichten von über 25 kg. Ein solcher Fang ist besser als Bungeejumping. Unter optimalen Bedingungen kann ein Karpfen bis zu 50 Jahre alt werden. Aufgrund seiner Zähheit und der hohen Lebenserwartung und den extremen Größen, die er erreichen kann ist er so ein beliebter Zuchtfisch. Karpfen laichen in der Zeit von Mai - Juli bei Wassertemperaturen von 18 - 20 ° C. Die Eier sind ca. 1 bis 1,6 mm groß (150.000 - 300.000 je kg Körpergewicht) werden in flachen Uferbereichen unter heftigen Laichspielen an Wasserpflanzen angeklebt. Diese Fische erreichen ihre Geschlechtsreife mit 3 bis 5 Jahren. Bei 15 °C entwickelt sich der Laich etwa in 5 Tagen, bei 20 °C in nur 3 Tagen.

Geeignete Angelmethoden sind das:

- Posenangeln

- Grundangeln mit Blei und Futterkorb

- Oberflächenangeln mit Wasserkugel

Die besten Köder sind Maden, Kartoffel, Mais, Brot, Teig und Würmer. Aber auch andere Köder wie Boilies, spezielles Schwimmbrot etc. sind natürlich geeignet. Versehen Sie Ihre Köder ruhig mit Lockstoffen. Im Frühjahr sind süße Köder angebracht (Vanille, Karamel etc.). Im Sommer eher die Fruchtigen (Erdbeere, Tutti Frutti usw.). Im Herbst sollte man dann schon zu den herberen Sorten greifen (Nuss, Hanf etc). Ebenso im Winter. Wenn Sie auf Karpfen gehen möchten, wählen Sie Ihre Ausrüstung lieber eine Nummer stabiler. Besonder wenn Sie in alten Baggerseen angeln. Denn wenn Ihnen mal eine Überraschung von über einem Meter an die Angel geht reicht ne 0,18er Schnur nicht mehr aus. Es sei denn Sie können drillen wie ein Profi. Die optimale Fangzeit für Karpfen ist der Zeitraum von Mai - September.

Rapfen

 

Der Rapfen wird auch als Schied bezeichnet. Rapfen haben einen langgestreckten Körper welcher nur seitlich ein wenig abgeflacht ist. Er hat einen deutlich ausgeprägten Kiel hinter dem Waidloch. Ältere Rapfen entwickeln oft einen Buckel. Die Körperfarbe ist silbirg mit bläulichem bis gelblichem Glanz und der Bauch weiß. Rapfen haben ein sehr großes Maul und die Maulspalte reicht bis unter die Augen und wirkt durch den vorgezogenen Unterkiefer leicht oberständig. Der Unterkiefer hat an der Spitze einen Haken, der in die dafür vorgesehene Kerbe des Oberkiefers passt. Die Afterflosse des Rapfen ist tief eingebuchtet. Rücken- und Afterflosse sind konkav geformt. Die Schuppen von Rapfen sind sehr klein. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südskandinavien über Mitteleuropa bis zum Kaspischen Meer. In unseren Breitengraden lebt er vorwiegend in den Mündungsbereichen der Zuflüsse und Altwässer der Donau und in einigen Seen. Seit 1985 sind auch Bestände im Rhein nachgewiesen. Rapfen leben heute im Rhein, in der Donau, im Main, in der Oder und in der Elbe, sowie in einigen größeren Seen. Der Rapfen bevorzugt hauptsächlich fließende Gewässerabschnitte, wo er dann gerne mal am Rande starker Strömung oder von Wirblen steht. Junge Rapfen leben in kleinen Schwärmen in Ufernähe. Später werden Sie dann zu Einzelgängern und ziehen immer mehr Richtung Flussmitte. Der Rapfen ist der einzige europäische Karpfenfisch, der sich ausschließlich räuberisch ernährt. In seiner Jugend lebt er gesellig in Oberflächennähe, wo er sich von Kleintieren aller Art ernährt. Desto älter er wird desto mehr ernährt er sich von anderen Fischen, die er in Oberflächennähe erbeutet. Die Durchschnittsgröße eines Schied liegt zwischen 40 und 70 cm. Es kann aber unter günstigen Lebensbedingungen Exemplare von bis zu 1 m geben. Ein Rapfen hat eine Lebenserwartung von 10-12 Jahren. Die Fotpflanzung (Laichzeit) findet von April bis Juni statt. Die Eier werden an stark überströmten Kiesbänken abgelegt. Pro Weibchen werden um die 100.000 bis 500.000 Eier abgelegt. Diese haften dann am Geröllgrund. Die männlichen Rapfen sind vom Laichausschlag betroffen. Die nach ca. 2 Wochen schlüpfenden Jungfische werden durch die Strömung in ruhigere Wasserzonen getrieben und ernähren sich dort von tierischem Plankton. Ab einem gewissen Alter erbeutet er sich bereits andere Fische (mit ca. 12 Wochen). Rapfen wachsen ziemlich schnell. Die Geschlechtsreife tritt beim Schied ungefähr nach dem 4. Lebensjahr ein.

Gut überlisten lassen sich Rapfen mit dem Spinnfischen. Schlanke Löffelblinker, Küstenwobbler, Spinner sind hierfür das geeignetste. Gute Rapfenköder haben stark kontrastierende Farben. Da Rapfen ja wie schon gesagt an der Oberfläche auf Beutejagd gehen sollte man dies bei der Köderführung beachten. Ab Herbst ziehen Rapfen in tiefere und uferferne Bereiche ab. Dann können wieder tiefer laufende Köder benutzt werden. Rapfen sind nicht leicht zu fangen, größere Exemplare sind sehr misstrauisch. Darum immer leise dem Ufer nähern und versuchen keinen Schatten aufs Wasser zu werfen. Der Schied ist ein starker Kämpfer, also vorsicht. Gute Rapfenplätze sind Abschnitte mit schneller Strömung, Buhnenköpfe, Wehre oder Einleiter. Der Rapfenköder sollte immer sehr schnell geführt werden, sogar so das er ab und zu abhebt und somit über die Wasseroberfläche tanzt. Ein kleiner Geheimtip sind Köderfische, geschleppt an einer Wasserkugelmontage.

Die Besten Fangzeiten für den Rapfen sind von Mai bis September. Entweder früh Morgens oder zur späteren Abendstunde.

Regenbogenforelle

 

Latein: Oncorhynchus mykiss

 

Merkmale:

 

Die Regenbogenforelle wurde früher unter dem Synonym Salmo gairdneri geführt, zählte somit zur Familie Salmo.

 

Nach neueren Erkenntnissen wird sie heute den Pazifiklachsen (Oncorhynchus) zugeordnet.

 

Die Regenbogenforelle ist kein einheimischer Fisch sondern stammt aus Nordamerika, in Deutschland wurde sie 1882 oder 1883 eingeführt.

 

Unsere heutigen Regenbogenforellen sind sehr stark züchterisch beeinflußt und stellen ein Konglomerat verschiedener Unterarten dar, wobei man beachten muß, daß das züchterische Ziel eher auf einen hohen Ertrag, als auf eine Eignung als Wildfisch ausgerichtet war. Die genetische Grundlage unserer hier lebenden Regenbogenforellen wird als sehr dünn angesehen.

 

Durch die züchterische Bearbeitung der Art, insbesondere durch die Durchmischung verschiedenster Unterarten sind viele Stämme für den Besatz in Fließgewässern nur bedingt geeignet, bei einigen Stämmen ist der Wandertrieb der eingekreuzten Steelhaedforelle sehr ausgeprägt und sie wandern mit dem Erreichen der Geschlechtsreife in Richtung Meer ab.

 

Zu den Unterarten welche für unsere Regenbogenforelle züchterisch eine Rolle gespielt haben zählen:

 

Oncorhynchus mykiss shasta : stationäre Form

 

Oncorhynchus mykiss steelhaed : anadrome Wanderform

 

Oncorhynchus mykiss kamloops : stationäre, wärmeverträglichere Art, Frühjahrslaicher(April - Anfang Juni)

 

Ebenso wie bei der Europäischen Forelle gibt es bei der Regenbogenforelle stationäre als auch migrierende Formen, wobei die migrierenden Formen in ihrer Heimat eine ähnliche Lebensweise wie bei uns die Meerforellen haben, wobei sie Flußmündungsbereiche bevorzugen, also anadrome Wanderfische sind.

 

Von der Körperform gleichen sie unserer heimischen Forelle sehr stark, sind aber oft ein wenig gedrungener im Körperbau.

 

Die Färbung ist auch recht variabel die Grundfarbe schwankt zwischen Graublau und Olivgrün, die runden auch teilweise X-förmigen Tupfen sind ausnahmslos schwarz.

 

Der Name Regenbogenforelle kommt von dem irrisierenden rötlichen regenbogenartig schillerden Längsband her, daß je nach Stamm und Gewässer unterschiedlich ausgeprägt sein kann, teilweise aber auch völlig fehlen kann.

 

Insbesondere ins Meer abgewanderte oder dort aus Zuchtanlagen entwichene Fische werden oft völlig silbern und werden gern mit der Meerforelle verwechselt, die Meerforelle besitzt aber im Gegensatz zur Regenbogenforelle niemals Punkte auf der Schwanzflosse.

 

Lebensräume :

 

Die Ursprungsheimat der Regenbogenforelle ist der Westen des nordamerikanischen Kontinents, ab 1877 begann allerdings die weltweite Verbreitung.

 

Bei uns findet man die Regenbogenforelle hauptsächlich in Teichanlagen, Netzkäfigen , Silo - und Rinnenanlagen als Wirtschaftsfisch der Aquakultur.

 

Auch in Wildgewässer werden Regenbogenforellen ausgesetzt, sowohl in Fließgewässer als auch in stehende Gewässer, in einigen Bundesländern ist der Besatz dieses Fremdfisches in offene Gewässer streng verboten(zum Beispiel Mecklenburg/Vorpommern) .

 

Die Regenbogenforelle wurde früher gern als Ersatz für die sinkenden Bachforellenbestände angesehen, so ist der Fisch resistenter gegen höhere Temperaturen, schlechtere Wasserwerte/Sauerstoffgehalte und ist nicht so stark an Unterstände gebunden.

 

Allerdings ist die Regenbogenforelle sehr unverträglich gegen niedrige PH - Werte, wie sie an Gewässern die durch Nadelwald fließen und in der Zeit der Schneeschmelze auftreten können, andererseits schlägt auch immer wieder der Wandertrieb durch und die Fische wandern ab wenn sie die Möglichkeit dazu haben.

 

Auch die Selbstreproduktion in unseren Gewässern ist völlig unzureichend, die Fische laichen zwar, aber meist völlig ertraglos. Es gibt nur sehr wenige Gewässer welche ein Selbstaufkommen an Regenbognern besitzen.

 

In Fließgewässern, falls es sich um einen standorttreuen Stamm handeln sollte, bewohnen Regenbogenforellen die Forellenregion, aber auch oft die tiefer gelegene Äschenregion, sowie die Barbenregion.

 

In stehenden Gewässern ziehen die Fische oft in kleineren Trupps umher, bewohnen teilweise wie die Seeforelle auch große Tiefen.

 

Auch in der Ostsee ist die Regenbogenforelle heimisch, teilweise durch Besatzversuche(DDR in den 60er Jahren, Polen auch noch später, Dänemark), durch Abwanderung aus Fließgewässern oder auch sehr oft durch Ausbruch aus Netzkäfiganlagen in der Ostsee.

 

Einige dieser Fische steigen sogar zum Laichen auf, es gibt sogar selbstreproduzierende Bestände, mir ist ein winziger dänischer Bach bekannt und da gibt es sicher noch mehr.

 

Auch aus fast allen Flüssen mit Lach - und/oder Meerforellenaufstieg sind Aufstiege von oftmals kapitalen Regenbogenforellen bekannt.

 

Künstlich großgezogene Fische aus Zuchtanlagen haben allerdings meist große Probleme sich auf natürlich natürliche Nahrung umzustellen und verhungern quasi mitten in der natürlichen Nahrung.

 

Nicht unerwähnt sollte die Bedeutung dieser Fischart für kommerzielle Angelteiche und Besatzstrecken(Trophäenstrecken) bleiben.

 

Größe:

 

Regenbogenforellen können zu gewaltigen Fischen abwachsen, Gewichte von 20kg können erreicht werden.

 

Die Größe hängt natürlich stark vom verwendeten Zuchtstamm und dem Nahrungsaufkommen sowie den Gewässerbedingungen ab.

 

Für Besatzgewässer werden Fische bis über 15kg quasi "von der Stange" geliefert, diese werden meist in Netzanlagen im Meer großgefüttert.

 

In Fließgewässern aufgewachsen Fische erreichen diese Größe allerdings nicht.

 

Meist handelt es sich bei den "Monsterforellen" um sogenannte transgene Fische, welche durch gezielte Behandlung der Eier praktisch geschlechtslos sind, somit natürlich auch steril.

 

Laichzeit:

 

Durch die starke züchterische Beeinflussung gibt es je nach Stamm auch große Unterschiede in der Laichzeit, manche Stämme laichen schon im November, andere erst im April - Mai, im allgemeinen wird die Regenbogenforelle als Frühjahrslaicher eingestuft.

 

Nahrung:

 

Das Nahrungsspektrum der Regenbogenforelle gleicht in etwa dem der Europäischen Forelle, es reicht von Kleintieren wie Wasserinsekten und deren Larven, über Krebstiere(Gammariden, Garnelen) bis zu Fischen. Bemerkenswert ist, daß auch sehr große Exemplare noch nach winzigen Insekten steigen, denen eine kapitale Bachforelle keine Beachtung mehr schenkt.

 

Wie schon erwähnt, sind Zuchtforellen stark der natürlichen Ernährung entwöhnt und nehmen oft die eigenartigsten Dinge auf, das reicht von Steinen, Blättern, bunten auf das Wasser gefallenen Blüten, Mais und sonstigen oft nicht verdaulichen Dingen.

 

Fangmethoden und Fangplätze:

 

Regenbogenforellen die in der Lage sind sich natürlich zu ernähren, werden in Fließgewässern hauptsächlich mit der Fliegenrute und der Spinnrute beangelt, falls es erlaubt ist, ist auch das Angeln mit natürlichen Ködern der verschiedensten Art möglich, seien es Würmer, Maden oder Köderfische, ob die Köder mit der Wasserkugel oder mit der leichten Treibangel angeboten werden ist Geschmackssache. Die Fische sind in Fließgewässern nicht so stark an Unterstände gebunden wie Bachforellen, stehen daher manchmal auch frei in der Strömung, eine Revierbildung ist in Flüssen nicht sehr stark ausgeprägt, die Fische neigen zum "umherstromern".

 

In stehenden Gewässern patroullieren die Fische oft in kleinen Trupps die Uferkanten ab, können sich aber auch in großer Tiefe im Bereich der Sprungschicht aufhalten, teilweise ist die Beanglung recht schwierig.

 

In sogenannten Forellenteichen finden wir allerdings Fische vor, die sich bisher nicht natürlich ernährt haben, es teilweise auch gar nicht können.

 

Hier finden verschiedenartige, meist speziell dafür entwickelte Köder Verwendung.

 

Dazu gehören die verschiedenen käuflichen Forellenteige ob nun schwimmend oder sinkend, meist in knalligen unnatürlichen Farben, auch natürliche Köder wie Bienenmaden oder Teboraupen sind durch diese Teiche erst bekannt geworden.

 

Meist werden diese Köder geschleppt angeboten, da in derartigen Gewässern bewegte Köder besser sind als statisch angebotene, auch auf Mais lassen sich diese Fische verführen.

 

Die großen sogenannten "Lachsforellen" von über 6 kg Gewicht beißen auch oft auf Köderfische und Fischfetzen, da sie nur zum Teil mit Pellets ernährt werden(wegen der Farbe) zum anderen Teil jedoch mit gecuttertem Fisch.

Rotauge

 

 

Das Rotauge auch Plötze genannt hat eine rote Iris im Auge, woher der Fisch auch seinen Namen hat. Meist haben Sie eine silberne Färbung. Die Flossen haben eine gelbe bis rötliche Färbung. Beim Rotauge können diese Angaben allerdings von Gewässer zu Gewässer stark abweichen. Die Plötze kommt von Sibirien bis zu den Pyrenäen vor. Lediglich südlich der Alpen, in West-Schweden, in Norwegen nördlich des Mjösen und in Irland gibt es keine bekannten Vorkommen. Das Rotauge bewohnt als eine äußerst anpassungsfähige Fischart fast jede Gewässerart: Seen, stehende und fließende Gewässer sowie die Brackwasserregion. Auch im Brackwasser von Nord- und Ostsee sind Rotaugen zu finden. Gewässer rmit starker Strömung werden von den Plötzen jedoch gemieden. Rotaugen sind Schwarmfische, die sich bevorzugt in flachen, ruhigen und pflanzenreichen Uferbereichen aufhalten. Auf dem Speiseplan stehen vorwiegend Kleintiere wie Würmer, Krebse, Schnecken, Insektenlarven aber auch Wasserpflanzen. Die Durchschnittsgröße liegt bei 15 bis 20 cm bei einem Gewicht um die 200 g. Man kann jedoch unter günstigen Gewässerbedingungen auf 40 cm lange und über 2 kg schwere Exemplare treffen. Plötzen können ein Alter von bis zu 12 Jahren erreichen. Rotaugen laichen in den Monaten April und Mai bei einer Wassertemperatur von mindestens 10° C. Unter heftigen Paarungsspielen werden die geblichen ca. 1 bis 1,5 mm großen, klebrigen Eier an Pflanzenstengeln, Wurzeln oder Steinen abgelegt. Man kann das Rotauge als einen sehr fruchtbaren Fisch bezeichnen. Er kann ein Gewässer in kurzer Zeit mit viel Nachwuchs befüllen. Mit 2 bis 3 Jahren werden Sie bereits geschlechtsreif. Der Laichausschlag von Rotaugen ist körnig. Das Wachstum bei Rotaugen geht sehr schleppend voran. Exemplare mit 20 cm sind meist um die 10 Jahre alt.

Sehr geeignete Angelmethoden auf Plötzen sind das:

- Stippfischen

- Posenangeln mit Stabposen

- Grundangeln mit Blei und Futterkorb

- Eisangeln

Hanf, Made, Mais, Mistwurm und Brot eignen sich bestens zum Fischen auf Rotaugen. Aber auch Caster sind nicht zu verachten. Das Anfüttern mit einer Fertigmischung oder eigenen Mischung bietet sich bei diesem Fisch sehr an und erhöht die Fangquote. Im Fließwasser findet man die Rotaugen an Strömungskanten und Uferabbrüchen in mäßig strömenden und tieferem Wasser. In Seen und Teichen findet man Sie oft an Scharkanten im Freiwasser. Rotaugen kann man das ganze Jahr über fangen.

Schleie

 

 

Die Schleie ist ein wunderschöner Fisch. Man nennt Sie auch Schlüpfling oder Schuster. Sie hat eine längliche und kräftige Körperform. Die Bauchflossen sind beim Männchen ausgeprägter aks beim Weibchen. Der Körper hat eine grünlich / olive Färbung. Der Bauch der Schleie ist geblich. Das Maul ist endständig und vorstülpbar mit 2 kurzen Barteln. Die Haut dieses Fisches ist sehr schleimig und dick mit kleinen runden Schuppen. Die Iris im Auge ist rötlich. Die Schleie ist fast in komplett Europa vertreten mit Ausnahme von Griechenland, Schottland und Nordskandinavien. Die Schleie lebt meist in langsam fließenden, weichgründigen Gewässern bzw. in der Brassenregion. Sie liebt auch flache, warme und krautreiche Seen. Hier hält sie sich tagsüber am Grund zwischen dichten Pflanzenbeständen auf und wird erst in der Dämmerung aktiv. Schleien leben im unteren und mittleren Abschnitt von Flüssen, in Teichen, Weihern und Stauseen. Aber auch leicht salziges Wasser kann die Schleie ab. Ihr Lebensraum ist der Gewässerboden. Die Schleie ernährt sich hauptsächlich von kleinen wirbellosen Bodentieren wie Insektenlarven, Schnecken und Muscheln. Aber auch Pflanzen stehen teilweise auf Ihrem Speiseplan. Schleien werden um die 30 bis 35 cm. Sie können aber auch bis 65 cm lang und ca. 6 kg schwer werden. Das sind dann aber schon Kapitale. Sie können ein Alter von über 20 Jahren erreichen. In den Monaten Mai - Juli, wenn die Wassertemperaturen 18 - 20° C erreicht haben, begintt die Laichzeit der Schleien. Vorher schließen sich die Schuster zu Schwärmen zusammen und suchen flache, durchsonnte Uferbereiche mit dichtem Unterwasserpflanzenbewuchs auf. Wenn Sie die perfekte Stelle gefunden haben, legen Sie die etwa 300.000 - 900.000 ca. 1 -1,5 mm großen Eier pro Weibchen ab. Diese heften dann an den Wasserpflanzen. Die Eiablage erfolgt nach und nach und erstreckt sich über einen Zeitraum von bis zu 2 Monaten. Die Brut schlüpft nach 4 bis 5 Tagen. Schleien wachsen ziemlich langsam. Erst mit 3-4 Jahren werden Sie Geschlechtsreif und sind dann gerademal ca. 25 cm groß.

Geeignete Angelmethoden auf Schleien sind das:

- Posenangeln mit Stiftosen

- Grundangeln mit Blei und mit oder ohne Futterkorb

- Stippen mit schlanker Pose

Ideale Köder für einen erfolgreichen Schleienfang sind Maden, Mais, Kichererbse, Würmer. Aber auch fleischige Köder wie Leberkäse oder Frühstücksfleisch sind einen Versuch Wert. Anfüttern mit einigem feinen Futter ist beim Schleienangeln eine gute Sache um die Fangchancen zu erhöhen. Auch auf kleine Boilies bis 16 mm wurden schon Schleien gefangen. Zu empfehlen ist hier ein fruchtiges Aroma wie Tutti Frutti, Erdbeere o.ä. Schleien stehen gern in flachen Buchten mit Kraut, an Mündungen kleiner Bäche oder Flüsse, Seerosenfeldern und an Schilfkanten. Zum Herbst findet man den Schlüpfling in tieferen Wasserbereichen. Der Schleienköder muss immer sehr tief in Grundnähe angeboten werden da die Schleie dort nach Nahrung sucht. Aber auch mit einer nicht so tief eingestellten Stippe wurden schon Schleien gefangen. Es kommt halt auch immer ein wenig auf das Gewässer an und wo die Fische dort Ihre Nahrung aufnehmen können. Die Beste Fangzeit für Schuster ist von Mai bis September. Morgens und in der Abenddämmerung stehen die Chancen sehr gut.

Wels

 

 

Der Wels, bekannt auch als Waller ist hat einen langen, sich verjüngenden Körper, der bauchseitig abgeplattet ist. Er hat meist eine bräunliche Färbung mit hellerer Bauchseite. Der Kopf des Welses ist breit und flach. Das Maul ist ziemlich groß und mit vielen kleinen Zähnen bestückt. Ein Waller hat zwei sehr lange Barteln am Oberkiefer und 4 kürzere an der Unterlippe. Die Afterflosse reicht bis zur Schwanzflosse. Der Wels ist einer der wenigen Fische, die keine Schuppen haben. Die Welshaut ist ziemlich schleimig und die Augen sind sehr klein, im Verhältnis zu diesem meist riesigen Fisch. Der europäische Wels kommt in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas, im Brackwasser der Ostsee und im Schwarzen Meer vor. In Spanien wurde er illegal besetzt, angeblich von einer Angellegende namens: Roland Lorkowski. Welse bewohnen meist große, warme Seen aber auch tiefe, langsam fließende Flüsse mit weichem Boden. Der Wels ist ein sehr aktiver Nachträuber, der sich tagsüber in Grundnähe versteckt und sich eher ruhig verhält. Waller leben im tiefen Wasser, unter Wehren, oder in Bodenlöchern. Der Winter ist bei Welsen eine inaktive Zeit. Diese verbringen Sie in größeren Tiefen. Waller ernähren sich von Würmern, Schnecken, Insekten, Krebsen und Fischen. Größere Welse fressen dann auch schonmal Frösche, Mäuse, Ratten und Vögel oder andere sich am oder auf dem Wasser aufhaltende Tiere. Welse sind meist um die 100 bis 150 cm und haben ein Gewicht von ca. 15 kg. Ein Wels kann aber Größen bis zu 4 m mit einem Gewicht von bis zu 250 kg erreichen. Diese Größen findet man aber nur in Osteuropa vor. Ein Alter von 50 Jahren ist beim Waller möglich. Welse laichen in der Zeit von Mai - Juni bei Temperaturen von mindestens 18 ° - 20 ° C. Das Laichgeschäft findet an flachen, pflanzenbewachsenen Uferbereichen statt. Die Eier sind ca. 2 - 3 mm groß und klebrig und werden in eine Art Nest gelegt. Dieses wird vom Männlichen Waller bewacht und gepflegt. Die Brut schlüpft nach ca. 3 Wochen und ernährt sich dann erst einmal von Bodenorganismen. Ab ca. 3 bis 5 Jahren werden die Jungfische geschlechtsreif.

Zum Welsangeln nutzt man am besten die folgenden Methoden:

- Grundangeln

- Spinnfischen mit großen Kunstködern

- Posenangeln mit großer Pose

Das Geschirr zum Welsangeln muss den zu erwartenen Größen der Fische entsprechen. Unter ner 0,50er Schnur würde ich nicht auf Wels gehen. Denn wer weiß was in der Tiefe lauert.

Als Köder nutzt man am Besten: Köderfische ruhig etwas größer, Fischfetzen, Wurmbündel oder Kunstköder (größere Gummifische). Talsperren, alte Bachläufe, Kessel an Buhnen (vor allem die ersten), Warmwassereinläufe von Kraftwerken, all dies sind geeignete Stellen für den Fang eines kapitalen Wallers. Die Regel, dass Welse nur nachts gefangen werden können ist genauso als falsch erwiesen worden, wie beim Aal. Auch am Tage kann man einen Waller fangen. Die optimale Zeit um auf Welse zu gehen ist die Zeit von April - Mai und August - September.

Zander

 

Den Zander kennt man auch unter dem Namen Schill oder Hechtbarsch. Sein Rücken ist grau bis grünlich. Die Flanken haben dunkle Querstreifen und der Bauch ist gelblich gefärbt. Ein Zander hat zwei getrennte Rückenflossen. Die vordere Flosse ist mit Stachelstrahlen. Zander haben eine spitze Schnauze mit endständigem Maul und vielen kleinen Zähnen. Ausser zwei, die größer sind. Man bezeichnet diese als Hundszähne. Der Schill kommt ursprünglich aus dem Osten und Norden Europas. In Rußland ist der Zander sehr bekannt und beliebt und spielt für die Fischversorgung eine große Rolle. Mittlerweile ist der Zander durch Besatzmaßnahmen ganz gut vertreten. Auch in salzarmen Teilen der Ostsee kann man ihn finden. Vom Aralsee über das Schwarze Meer bis in die oberen Teile der Donau sowie im ungarischen Balatonsee ist der Zander recht häufig zu finden. Des Weiteren ist er in Finnland und Schweden heimisch. Man kann Zander auch züchten. Der Zander bevorzugt große Flüsse und Seen mit hartem, sandigen Grund und leicht trübem Wasser. Zander leben im Freiwasser und halten sich nur selten in den Uferbereichen auf. Er wird als Nachträuber bezeichnte, welches eine Aussage über die beste Fangzeit ist. Zander sind Raubfische welche sich wirklich fast nur von anderen Fischen wie Rotaugen, kleinen Barschen, Ukeleien, Stinten etc. ernähren. Teilweise fressen Zander sogar den eigenen Nachwuchs, ähnlich wie der Hecht. Jungfische dieser Art ernähren sich von tierischem Plankton und Fischbrut. Durchschnittlich werden Zander um die 40 bis 70 cm. Größen bis zu 120 cm und Gewichte über 15 kg sind angeblich möglich. Zander erreichen meist ein Alter um die 15 Jahre. Die Laichzeit ist in der Zeit von April - Juni, bei Wassertemperaturen von 12 - 15 °C. In Tiefen von ca. 1 - 3 m, auf hartem Untergrund wird wie beim Waller ein Nest angelegt. Dort legen die Zander die ca. 1,5 mm großen, klebrigen Eier (150.000 - 200.000 je kg Körpergewicht) ab. Wie der Wels beacht auch der Zander die Eier bis zum Schluß.

Erfolgreich getestete und geeignete Angelmethoden auf Schill sind das:

- Spinnfischen

- Grundangeln mit Köderfisch

- Drop Shot Angeln

Gute Köder sind Köderfische am System, Fischfetzen, dicke Tauwürmer, Shad und Twister. Wenn man einen Zander gefangen hat, besteht an der selben Stelle oft die Chance auf weitere, da sie oft in kleinen Schwärmen stehen. Gewässervertiefungen an Buhnenkesseln, Absätze an Steinschüttungen, Spundwände und Strömungskanten sind gute Angelstellen für Zanderangler. Kanäle und große Flüsse sind sehr gute Zanderplätze. Achten Sie bei der Wahl ihrer Angelstelle auch hier auf das Vorkommen von Besonderheiten. Das heißt z.B., wenn eine Brücke in der Nähe ist, angeln Sie unter der Brücke. Eine gute Zeit zum Zanderangeln ist der Zeitraum von Juni bis Oktober. Fänge sind aber das ganze Jahr über möglich.