Was darf ins WC?

Mein Beruf

Darf eigentlich alles ins Klo & somit ins Abwasser ?

Wir klären euch hiermit auf...

 

Da ich gerade aus dem Badezimmer kam und mich fragte, was ist, wenn ich diese feuchten Allzwecktücher ins Klo werfe. Was passiert mit Ihnen? Wer diese kennt, weiss, das diese Tücher reißfeser & stabiler sind als Klopapier. Nun möchte ich auf dieser Frage aufbauen.

 

 

Was darf eigentlich ins WC & was nicht?

 

 

Viele wissen es nicht, aber genau diese Frage kostet uns Bürger unmengen an Geld, was man im Grunde stark reduzieren könnte und somit viele Haushalte entlasten könnte. Denn die Position Abwasserkosten ist oft einer der teuersten im Jahr.

 

 

Was darf ohne schlechtes Gewissen ins Klo?

 

  • Ohne Frage Klopapier, jedoch sollte man Supersoft vermeiden, da dieses oftmals hauchdünne flexible Plastikstreifen oder Kunststoffstreifen beinhaltet, damit es reißfest und soft bleibt. Näheres dazu später.
  • Putzwasser, welches keine stark sauren pH Werte & Chemikalien beinhaltet.
  • Regenwasser, sofern Sie dies als WC Spülung nutzen.

Da hört es dann auch schon auf.

 

Was sollte nicht im Abwasser landen?

 

  • Tampons & Binden definitiv nicht, da diese Ihren Abfluss verstopfen könnten & spätestens beim nächsten Klärwerk für Verstopfungen & hohe Wartungskosten, sowie Verschleiß sorgt.
  • Katzenstreu gehört ebenfalls definitiv nicht in Ihr WC!!!
  • Feuchttücher & Allzwecktücher gehören nicht ins WC.
  • Essensreste ebenso nicht, diese locken Ratten & Ungeziefer in die Kanäle und ggf in Ihren eigenen Hausanschluss.
  • Stark ätzende Chemikalien, diese lassen den Kanal korrodieren und sorgen beim Klärwerk für starke pH Schwankungen und ggf. in Ihrer Strasse für starke Gerüche. Da zum Beispiel bei einem pH wert unter 6,8 Schwefelwasserstoff ausgast, reicht es bei solchen Kanälen oftmals nach faulen Eiern. jeder kennt es.
  • Zigarettenkippen, Zigarren, Joint & Co gehören nicht herein, setzen sich beim Klärwerk gerne in Feinmechanik , spätestens bei der Faulung macht der Filter Probleme.
  • Sand, Schutt, allgemeiner Müll gehört nicht ins WC.
  • Fett, obgleich Fett aus der Pfanne oder aus der Flasche, es sollte nach Möglichkeit per Küchentuch aus der Pfanne gewischt werden & in den Hausmüll wandern. es lagert sich bei Ihnen im Abfluss und später im Kanal & der Kläranlage ab und verursacht enorme Kosten!
  • Altöle & Verdünnungen aus Werkstätten oä. tödlich für Kläranlagen.
  • Babywindeln gehören ebenso definitiv nicht ins WC! Ich spreche hier aus Erfahrung meiner Tätigkeit.
  • Kondome kommen in den Hausmüll bitte!!
  • Medizin jeglicher Art. Leider kann eine Kläranlage keine Medikamente abbauen. es ist bewiesen, das zB. die Antibabypille oder auch Medikamente aus der Chemotherapie im Trinkwasser widergefunden wurden, welche löslich im Abwasser vorliegen durch urinale Ausscheidungen. Das ist schon schlimm genug.
  • Textilien jeglicher Art.
  • Kunstoffe & Verpackungsreste aller Art
  • Wattestäbchen landen leider oft im Klo, was aber durch den Stab zu Verstopfungen bei Ihnen & der kommunalen Kläranlage führt.
  • Pflanzenschutzmittel
  • Pästizide
  • Schädlingsbekämpfungsmittel
  • Desinfektionsmittel
  • Farben Lacke, Holzschutzmittel
  • Kosmetikreste
  • Überdosierung von Waschmittel vermeiden
  • Spezialreiniger wie zum Beispiel Backofenreiniger

 

 

Unsere Kanalisation und Klärwerke können vieles bewältigen - aber nicht alles: Feste Abfälle, Medikamente, Farbreste, Lösungsmittel und andere Chemikalien gehören deshalb nicht in die Toilette. Lesen Sie hier, warum das so ist.

 

 

Feste Stoffe und Gegenstände gehören in den Müll und nicht in den Ausguss oder ins Klo. Sie verstopfen die Kanalisation und müssen mit großem technischen Aufwand in den Klärwerken entfernt werden. Dazu gehören Speisereste, Zigarren- und Zigarettenkippen, Textilien, Präservative, Tampons, Binden, Wattestäbchen, Rasierklingen, Katzenstreu, Windeln, Verpackungsreste/Kunststoffe usw. Auch gebrauchtes Speiseöl gehört nicht in den Ausguss. Toilettensteine sind überflüssig.

 

 

Speisereste, pflanzliche sowie tierische Öle und Fette verkleben die Kanalisation und führen zur Geruchsbelästigung. Auch Schädlinge wie Ratten werden durch die Entsorgung von Speiseresten über die Toilette angelockt. Diese suchen sich dann auch schon mal den Weg durch die Rohre bis hin zur Badezimmertoilette. Deshalb gehören solche Abfälle nicht in die Toilette sondern in den Hausmüll. Auch die Rattenbekämpfung ist ein teurer Punkt, da es sich hier um Wirbeltiere handelt auch aufwändig.

 

 

Medikamente dürfen keinesfalls ins Abwasser, da selbst die modernsten Klärwerke viele der enthaltenen Wirkstoffe nicht entfernen können. Medikamentenreste können so ins Grundwasser gelangen und die Trinkwasserversorgung gefährden. Nicht mehr benötigte oder überlagerte Medikamente nehmen Apotheken kostenlos von Ihnen entgegen. Das ist gut für Sie und das Wasser.

 

 

Auch Farbreste, Pinselreiniger und Lösungsmittel sowie alle anderen Chemikalien gehören nicht in die Toilette. Neben der Verunreinigung des Wassers können diese Stoffe in der Kanalisation explosive Gase bilden. Kleine Mengen sollte man sammeln. Größere Mengen sind unbedingt bei den Sammelstellen der Kommune oder Gemeinde abzugeben. Wo welche Sammelstelle ist oder zu finden ist, erfahren Sie bei Ihren Stadtwerken oder Ihrem Entsorger. Diese geben gerne Auskunft!

 

 

 

Kurze Erläuterung zur Funktion einer Kläranlage und die damit verbundenen Probleme, die oben genannt wurden:

 

 

 

 

Nun wollen wir doch alle mal überlegen, was wir schon ins WC gekippt, gestopft oder geworfen haben & unser Verhalten für die Zukunft ändern.

 

 

Denn Fazit:

 

 

  • Erzeugt hohe Unkosten bei der kommunalen Kläranlage, welche an den Endkunden weitergegeben wird.
  • Verursacht hohe Wartungskosten, welche weitergegeben werden.
  • Verstopft & schädigt Kanäle, die Sanierung ist aufwändig und teuer, ebenso der Unterhalt durch Reinigungen etc.
  • Es können sich giftige & explosive Gase bilden, welche durch zB. unachtsam weggeworfene Kippenstummel entzündet werden könnten! Oder aus dem Kanal ausgasen.
  • Schädigt der Biologie der Kläranlage und beeinträchtigt die Reinigungsleistungen.
  • Beschädigt Mechanik auf den Anlagen und diese müssen teuer ersetzt werden.
  • Gefährden unser Trinkwasser , sowie Grundwasser erheblich, da nicht alle Bestandteile abgebaut werden können.

 

 

Damit es auch fruchtet, teilen oder empfehlen Sie diese Seite doch auch an Bekannte mit den Button hier drunter. es dankt Ihnen Ihre Zukunft & Umwelt.

Was nicht ins Abwasser gehört ( Beispiel Kondome )
Rechengutballen